Aufbau und Inhalte

Das Studium des Gesundheitsmanagement und -controlling (MBA) umfasst 9 Pflicht- und ein Master-Abschlussmodul. Im Anschluss ist eine Masterarbeit anzufertigen, die mit einer Disputation abgeschlossen wird. Die Module können auch einzeln belegt werden und später auf den MBA Gesundheitsmanagement und -controlling angerechnet werden.

Module – Qualifikationsziele

Grundlagenwissen der Betriebswirtschaftslehre und der Medizin für Gesundheitsmanager

Sowohl Studierende mit medizinisch-naturwissenschaftlichem oder mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund verfügen nach Abschluss des Moduls über eine gemeinsame Wissensgrundlage, die sie in die Lage versetzt, für die Gesundheitsökonomie wesentliche medizinische, volks- und betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen zu verstehen und Entscheidungsprozesse in Einrichtungen des Gesundheitswesens beispielhaft zu analysieren.

Einführung in die Unternehmensführung

Die Studierenden verfügen auf der Grundlage organisations- und systemtheoretischer Kenntnisse über ein tiefgehendes analytisches Verständnis von Geschäftsabläufen in Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft. Sie verstehen die Rahmenbedingungen eines Unternehmens aus betriebswirtschaftlicher und volkswirtschaftlicher Perspektive.

Strategische Führung und Positionierung von Betrieben

Die Studierenden verstehen Modelle und Methoden zur strategischen Führung einer Organisation unter Berücksichtigung unterschiedlicher Anspruchsgruppenkonzepte (Shareholder-Ansatz gegenüber Stakeholder-Ansatz). Sie kennen die wichtigsten Instrumente der Strategieentwicklung, Grundlagen der Organisationsentwicklung und des Change Management. Sie sind in der Lage, mit Hilfe explorativer Fallstudien Zukunftskonzepte für unterschiedliche Unternehmen der Gesundheitswirtschaft zu entwickeln.

Marktorientierte Unternehmensführung

Die Studierenden begreifen Markt- und Absatzorientierung als wesentliche Elemente der Erfolgssteuerung eines Unternehmens und verstehen das Zusammenspiel zwischen den am Markt bedeutsamen Rahmenbedingungen und dessen Mechanismen.

Einführung in die Informationstechnologie und IT-gestützte Betriebswirtschaftslehre

Die Studierenden verfügen über einen Überblick über die für die ökonomischen Entscheidungsprozesse in der Gesundheitswirtschaft relevanten informationstechnologischen Fragestellungen. Sie verstehen die durch neue Kooperationsformen notwendigen Ansätze zu einem verstärkten intersektoralen Informationsmanagement.

Business Intelligence und Wissensmanagement

Die Studierenden verstehen Grundsätze, Methoden und strategische Bedeutung der informationstechnischen Umsetzung eines Reportings in der Gesundheitswirtschaft. Sie sind in der Lage, umsetzbare Anforderungen für ein einzelnes Unternehmen und für Kooperationsformen (z. B. Integrierte Versorgungszentren/MVZ) zu formulieren. Sie sind darüber hinaus mit Relationship-Management-Systemen bezüglich der einzelnen Stakeholder von Gesundheitsorganisationen vertraut und sich der Bedeutung dieser Systeme für den Unternehmenserfolg bewusst.

Controllingkonzepte und Healthcare Controlling

Nach Abschluss dieses Moduls können die Studierenden ein internes Informationsbeschaffungssystem für ein Unternehmen in der Gesundheitswirtschaft konzipieren und den Nutzen für die Unternehmensführung schlüssig darlegen.

Operatives Controlling (Wahlpflichtfach 1)

Die Studierenden kennen wichtige Methoden und Instrumente des Controlling, die insbesondere zur kurz- und mittelfristigen Entscheidungsunterstützung verwendet werden (z. B. Teilkostenrechnung, kurzfristige Erfolgsrechnungen). Sie verstehen deren Wirkungsweisen und Grenzen  und können sie insbesondere mit Bezug auf die Gesundheitswirtschaft anwenden und in ein selbst entwickeltes Konzept einbeziehen.

Personalmanagement & Betriebliches Gesundheitsmanagement (Wahlpflichtfach 2)

Die Studierenden kennen und verstehen wichtige Methoden und Instrumente des Personal- und Gesundheitsmanagements, die insbesondere zum Erhalt der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter eingesetzt werden. Sie können die wichtigsten Evaluationsmethoden im Bezug auf die Besonderheiten der Gesundheitswirtschaft anwenden. Darauf aufbauend können sie BGM-Prozesse im Kernbereich von Gesundheitsbetrieben analysieren und BGM-Ansätze eigenständig aufbauen.

Strategisches Controlling

Die Studierenden verstehen das Zusammenspiel zwischen strategischem Management, IT-gestütztem Wissensmanagement und Strategischem Controlling. Sie kennen die wichtigsten Methoden des Strategischen Controlling und deren Wirkungsweisen, insbesondere auch zur Gewinnung langfristig relevanter Informationen. Sie verstehen den Nutzen von Methoden des Strategischen Controlling für die Organisationsentwicklung.