Stimmen zum Studiengang

Hier finden Sie einige Stimmen von Studierenden, Absolventen und Dozenten des MBA-Studiengangs Gesundheitsmanagement und -controlling an der Graduate School Rhein-Neckar.

Prof. Dr. Björn Maier, Studiengangleiter Gesundheitsmanagement und -controlling

Die große Mehrzahl der Absolventen [hat] einen eindeutigen Schritt nach vorne gemacht. Dies lässt sich auch beim Zertifikat beobachten, die Studierenden haben sich entwickelt und haben mindestens eine Karrierestufe mehr erklommen.

Das komplette Interview mit Prof. Dr. Björn Maier

Sie sind der Studiengangleiter des MBA Gesundheitsmanagement und -controlling. Können Sie uns ein kurzes Profil des Studienganges geben?

Es gibt inzwischen viele Studiengänge im Bereich Health Care Management bzw. gesundheitsaffine Studiengänge. Bei uns liegt der Schwerpunkt auf Management und Controlling, also Informationsaufnahme und -verarbeitung, Entscheidungsunterstützung sowie Führung, es handelt sich folglich um einen echten MBA-Studiengang.

Diese Thematik drückt sich auch dadurch aus, dass wir die komplette IT- und Controlling-Schiene anbieten und das alles ins Management transportieren. Das ist unsere Besonderheit und unterscheidet uns deutlich von anderen Studiengängen im Bereich Health Care Management.

Gibt es ein Modul, welches Sie als besonders wertvoll erachten – vor allem in Hinblick auf die Umsetzung im späteren Berufsleben?

Ich erachte alle Module als besonders sinnvoll und wertvoll, da wir eine Teilung in eine Grundlagenebene, in eine operative Ebene und in eine strategische Ebene implementiert haben. Das bedeutet, dass wir für besondere Situationen im Beruf besondere Informationen liefern.

Sprich, wir haben sicherlich Leute, die jetzt eher noch im Bereich der zweiten oder dritten Reihe eingesetzt sind, diese können mit dem operativ orientierten Modul (Marktorientierte Steuerung) gleich mehr anfangen in ihrer jetzigen Situation. Stück für Stück wachsen sie natürlich in diese strategisch orientierten Module hinein. Dort spielen dann Dinge wie Change Management oder auch Wissensmanagement verstärkt eine Rolle. Das ist eben das schöne, das alles sehr praxisorientiert ist in unseren Studiengängen.

Mit welchen neu erworbenen Fähigkeiten darf sich ein Absolvent des MBA Gesundheitsmanagement und -controlling nach dem Studium schmücken?

Die Absolventen erwerben die Fähigkeit, Situationen auf Grundlage von Daten und Fakten genau zu analysieren, daraus ein eigenes Model bzw. ein eigenes Szenario und eine eigene individuelle Lösung zu entwickeln.

Mit dieser Lösung können die Studierenden dann entsprechend selbst eine Entscheidung herbeiführen und entscheiden, was das Richtige in dieser Situation für das Projekt bzw. für das Unternehmen ist. Hiernach kann einer anderen Führungskraft, dem Vorstand oder Aufsichtsrat die Lösung vorgetragen werden, der dann dazu befähigt ist, darüber zu entscheiden.

Was erfreut Sie als Dozent im Umgang mit den Studierenden?

Was mich bezogen auf unseren Studiengang besonders freut ist, dass wir eine Zusammenarbeit zwischen ganz unterschiedlichen Berufen haben. Wir haben einerseits rund 30-40 % Mediziner in den Studiengängen, 10-20 % der Studierenden sind aus dem therapeutisch, pflegerischen Bereich und gut die Hälfte ist aus dem kaufmännischen Bereich. Das ergibt eine Kommunikation, die sonst in Kliniken oder Pflegeheimen oder auch in anderen Sozialbetrieben eigentlich gar nicht da ist. Wir erleben es ja oft, wenn wir draußen in der Praxis sind: Der Manager spricht nicht mit dem Mediziner, der Mediziner spricht nicht mit der Pflegedienstleitung und die Pflegedienstleitung ist mit der Verwaltung sowieso unzufrieden.

Genau diese Verbindungen haben wir hier und das ist das Angenehme. Man merkt auch die Leute beginnen sich zu vernetzten und trauen sich dann eben auch in anderen Betrieben den Controller anzusprechen als Mediziner oder umgekehrt. Das ist eigentlich das Schöne hier.

Haben Sie noch Kontakt mit den Absolventen des MBA Gesundheitsmanagement und -controlling?

Wir haben ja nicht nur den MBA-Studiengang Gesundheitsmanagement, sondern wir haben auch das Zertifikat Gesundheitscontrolling. Da habe ich gerade letzte Woche wieder einen Absolventen aus der ersten Gruppe getroffen – das ist immerhin schon fünf Jahre her. Wir haben auch nach wie vor eine lose Verbindung durch die Kooperation mit dem DVKC (Deutscher Verein für Krankenhaus Controlling).

Zudem haben wir auch eine lose Kooperation, bei der wir uns auf Veranstaltungen immer wieder sehen und auch über andere Social-Media Verbindungen gibt es immer wieder Kontakt zu allen ehemaligen Studierenden.

Was man sagen kann, wenn man zurückschaut ist, dass die große Mehrzahl der Absolventen einen eindeutigen Schritt nach vorne gemacht hat. Dies lässt sich auch beim Zertifikat allein beobachten, die Studierenden haben sich entwickelt und haben mindestens eine Karrierestufe mehr erklommen.

Sie sind auch Professor für Health Care Management, Strategische Unternehmensführung, Controlling und entscheidungsorientiertes Rechnungswesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mannheim. Gibt es Unterschiede zwischen Ihren Studierenden an der Hochschule und an der Graduate School Rhein-Neckar? Wie manifestieren sich diese?

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den jeweiligen Studierenden. Zuerst, was ich schon gesagt habe, sind es unterschiedliche Berufsgruppen, die hier aufeinandertreffen. An der DHBW habe ich klassischerweise eigentlich nur kaufmännisch orientierte Studierende.

Der größte Unterschied stellt aber die Altersstruktur dar. Meine MBA-Kohorte an der Graduate School Rhein-Neckar ist die Älteste, die Leute sind im Schnitt Mitte 30 während die Personen an der DHBW Anfang 20 sind. Das ist eine ganz andere Lebenssituation, das kann man tatsächlich überhaupt nicht vergleichen.

Welcher Gruppe von Personen können sie folglich ein MBA Studium empfehlen?

Eigentlich allen, die eine Affinität zur Gesundheitswirtschaft haben. Sprich, sowohl Leute aus dem Management und der Verwaltung als auch Mediziner sowie pflegerisch therapeutische Absolventen oder Interessenten. Das Ganze ist nicht nur auf Krankenhäuser angelegt, sondern richtet sich auch an Leute, die in Pflegeheimen, Krankenkassen oder Unfallversicherungen tätig sind.